Brennerei-Genossenschaft

 

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  Brennerei Genossenschaft

in der Genossenschaft war die Maschine von 1932 bis 2003 aufgestellt.

Raupach’ - Dampfmaschine im Bahnpark Augsburg

Die Brennerei-Genossenschaft München-Großhadern e.G. :

Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts wurden die im Westen von München im Bereich der damals noch selbständigen Gemeinde Hadern gelegenen grossen Ländereien landwirtschaftlich genutzt.
Auf grossen Flächen wurde der Kartoffelbau betrieben. Um die Kartoffeln wirtschaftlich und gewinnbringend zu verwerten, gründeten die Eigentümer der Ländereine eine Brennerei-Genossenschaft .


Der Werdegang :

Auf dem grossen Areal an der Ecke Großhadener Strasse / Guardinistrasse wurden 1891 die entsprechenden Gebäude errichtet, wie die Kartoffelkeller, ein Haus für den Verwalter und das Brennereigebäude mit Maschinenhaus.
Von dem automatisch belüfteten Kellern aus wurden die Kartoffeln über Schwemmkanäle in das Brennereigebäude befördert und dabei gleichzeitig gewaschen. Im Brennereigebäude befand sich neben den technischen Einrichtungen auch ein noch aus den Gründerjahren stammendes Kontor, das Reich des Buchhalters. In ihm gab es ein Stehpult hinter einer vergitterten Absperrung mit Schalter  und den dicken Kontobüchern. Hier wurde das ‘Kartoffelgeld’ abgerechnet und nach Abzug der Unkosten an die Bauen ausbezahlt.
Bis zum Jahre 1985 wurden die Kartoffeln mit Malz gedämpft, versetzt und zur Gärung gebracht.
Ab dem genannten Jahr jedoch wurde ein neues vom Institut für Fermentation und Technologie in Weihenstephan entwickelte Verfahren verwendet. Dabei wurden die Kartoffeln roh gemahlen und dann auf 90 Grad erhitzt. Während des ‘Brennjahres’ von September bis April wurden bis zu 80.000 Zentner Kartoffeln zu 85 %igem Alkohol verarbeitet. Die Brennerei-Genossenschaft verfügte über ein staatlich genehmigtes Brennrecht von 540.000 Liter Sprit pro Jahr, das allerdings in den letzten Jahren ihrer Tätigkeitv on staatlicher Seite auf 380.000 Liter reduziert war. München-Großhadern e.G. Die Brennerei-Genossenschaft war das zweitgrösste Unternehmen dieser Art in der Bundesrepublik. Der gewonnene Alkohol wurde unter strenger Zollaufsicht abgefüllt und in plombierten Tankwagen zur Bundesmonopol-VErwaltung für Branntweine in die Neumarkter Strasse nach Berg am Laim gebracht. Dort wurde er an die Verbraucher verkauft.


Das Ende :

Das Jahr 1922 brachte eine neu EG-Marktordnung, auf deren Grundlage es möglich wurde, aus den benachbarten EG-Ländern den Sprit billiger einzuführen. Diese Entwicklung und sicherlich auch die verlockenden Grundstückspreise für das grosse Areal führten zum Ende der Brennerei-Genossenschaft und zum Abbruch der Gebäude. Heute ist das Grundstück mit mehrstöckigen Wohnhäusern bebaut.

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