Raupach Maschinenfabrik

 

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  Raupach Maschinenfabrik

Raupach Dampfmaschine

‘Raupach’ -  Dampfmaschine

Die Firmengründung :

In einer kleinen gemieteten Werkstatt in Görlitz begann Richard Raupach im Jahre 1878 im Alter von 27 Jahren sich ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

Als besondere Spezialität verlegte er sich auf die Verbesserung des Wirkungsgrades bestehender Dampfmaschinenanlagen. Durch ein spezielles Verfahren konnte der Kohlenverbrauch dieser alten Anlagen vielfach um bis zu 40 % reduziert werden.

1879 gründete er in weiterhin gemieteten Räumen die Maschinenfabrik Richard Raupach in der Leipzigerstrasse.


Die neue Fabrik :


Es wurde eine neue Maschinenfabrik in großem Stil in der Nähe des Bahnhofes in der Zittauerstrasse errichtet. Einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung brachte der Bau von ventilgesteuerten Dampfmaschinen, von denen 1895 das erste Exemplar ausgeliefert wurde.

Neben dem Bau von Ventilmaschinen wurden alte Dampfmaschinen modernisiert, Hohgussformen eingeführt sowie die Anfertigung von Rohrleitungen und Kesselspeisepumpen, Vorwärmern, Transmissionsanlagen und Umbauten von bestehenden Dampfanlagen betrieben.

1903 feierte die Maschinenfabrik Richard Raupach ihr 25-järiges Bestehen.
Die Belegschaft war auf mehr als 250 Beschäftigte angewachsen.

Zur Versorgung seiner Belegschaft gründete Raupach eine Stiftung mit der Bestimmung, dass deren Erträge zur Unterstützung seiner langjährigen Angestellten und Arbeiter sowie deren Witwen und Waisen dienen sollte.

In diese Zeit fiel auch die Neuentwicklung und Verbesserung der bisher gebräuchlichen Ventilsteuerung.
Das neue System “Lenke” garantierte beim Bau der Dampfmaschine für viele kommende Jahre Erfolg und Zuverlässigkeit.

1904 begann Raupach mit der Produktion von Gasmotoren, deren Fertigung allerdings schon 1918 wegen der rasanten Verbreitung des Dieselmotors wieder eingestellt wurde.

Um die Jahrhundertwende widmete sich Raupach der Entwicklung von Maschinen für die Tonindustrie.
Auf Grund des großen Erfolges auf diesem Gebiet entstand 1908/09 ein Zweigwerk in Warnsdorf, in der heutigen Tschechei.

Der weitere Werdegang :

Um in Hinsicht Rohguss von Zulieferern unabhängig zu sein, wurde 1912 mit dem Bau einer eigenen Gießerei begonnen. Damit wurde es möglich den größten Teil des Eigenbedarfs an Grau- und Metallguss abzudecken.
Zur Fertigung dieser Teile wurden in der firmeneigenen Modelltischlerei alle benötigten Gussmodelle hergestellt.
 
Die Entwicklung im Bau von Dampfmaschinen war über die Jahre hin soweit fortgeschritten, dass es möglich wurde Maschinen mit einer Leistung von bis zu 1.600 PS zu bauen.
Eine solche Maschine wurde an den Pommerschen Industrie - Verein in Quistrop geliefert.

Vor dem Ausbruch des ersten Weltkrieges beschäftigte die Firma Raupach mehr als 400 Angestellte und Arbeiter.
 
Bei einem Autounfall 1921 kam Richard Raupach im Alter von 70 Jahren ums Leben. Der Betreib wurde von den Söhnen weitergeführt, denen es in den kommenden Jahren gelang, die Firma zu einer der in Deutschland führenden Unternehmen im Dampf- und Ziegelmaschinenbau auszubauen.

Die wirtschaftlich schwierigen 1920er Jahre überstand die Firma mit großen Mühen. Die in diesen Jahren eigeführten hohen Schutzzölle der Nachbarländer veranlaßten die Firma Raupach ein Zweigwerk in Polen zu errichten. Ausserdem wurde die Zusammenarbeit mit einem ungarischen Unternehmen in Budapest verstärkt.

Um den Konkurrenzkampf mit dem sich immer weiter verbreitenden Dieselmotor weiterhin zu bestehen, wurde eine neue Zylinderkonstruktion mit Kolbenventilsteuerung für seine Dampfmaschinen entwickelt.
Diese Maschinen arbeiteten völlig geräuscharm, der geringe Dampfverbrauch galt in der Branche als unerreichbar.

Bis in den Zweiten Weltkrieg hinein lief die Produktion von Dampfmaschinen.

Noch im Kriegsjahr 1940 bot Raupach ein- oder mehrzylindrige Dampfmaschinen mit einer Leistung von bis zu
1.500 PS an, die mit einem Betriebsdruck von bis zu 60 bar arbeiteten.

Bereits im Jahre 1939 wurde die Firma in die Rüstungsproduktion des Dritten Reiches mit einbezogen. In den letzten beiden Kriegsjahren wurde dann die Dampfmaschinenproduktion völlig eingestellt.

Das Ende :

1945 nach der Eroberung von Görlitz durch die Rote Armee, begann die totale Demontage der Firma.
Unter russischer Aufsicht wurden die Fabrikräume völlig ausgeräumt  und Produktionsmaschinen und Einrichtungen als Reparationsgut nach Russland verbracht.

Bis 1948 gelang es jedoch in den Werkhallen wieder eine kleine Produktion aufzubauen.
Gebaut wurden gusseiserne Herde und kleinere Ziegeleimaschinen.

Im Sommer 1948 jedoch kam das endgültige Ende für die traditionsreiche Firma.
Die sowjetische Militäradministration stellte die Firma der Landesregierung zur Verfügung.
Das Unternehmen wurde zum Volkseigentum erklärt.

Die künftige Bezeichnung lautete : VEB KEMA, volkseigener Betrieb Keramikmaschinenbau.

Raupach Dampfmaschine
Raupach Dampfmaschine
Raupach Dampfmaschine

Stationär ‘Raupach’ - Dampfmaschine
ausgestellt im Bahnpark Augsburg

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